Das heutige Handelsblatt berichtet, wie sehr sich Infineon sich an der Elekrtronifizierung des Autos erfreut. Die verschärften Abgasregeln der EU empfinde man als Segen, die Marktbelebung in USA und Asien gebe Schub und Airbags, Navis und Reifendruck-Sensoren beflügeln zusätzlich.
Infineon sei nach der japanischen Renesas die Nummer zwei im Autochip-Weltmarkt. [Allerdings, in Anteilen kommt Renesas auf 14, Infineon auf 9 Prozent; das ist ein noch wenig konsolidierter Markt. Hier würde wohl ein differenzierter Blick lohnen, wie der pauschal mit "Halbleiter" beschriebenearkt zusammen gesetzt ist: Sensoren vs. Prozessoren vs. Bussysteme.] innerhalb von Infineon sei die Autodivision mit 45 Prozent Umsatzanteil sowohl groß als auch für ein Halbleiter-Geschäft relativ zuverlässig. Denn wenn sich Bosch oder Continental mal für einen Lieferanten entschieden hätten, dann würden die Chips über viele Jahre genutzt.
Hier sehen wir, dass sich die Automobilindustrie zwar rasanter Innovationen rühmt, aber trotzdem keine so schnellen Zyklen wie die IT fährt. Aber die Taktrate sagt ja nicht über die Innovationstiefe aus. Und über Ausgereiftheit wollen wir besser gar nicht argumentieren.
Im Mittel stecken laut Strategy Analytics in einem aktuellen Neuwagen Halbleiter für 323 Dollar. Tendenz 9 Prozent Plus pro Jahr. Das mutet absolut gesehen doch eher wenig an. Da wären höhere statistische Momente hilfreich gewesen. Kennt jemand Zahlen für Golf, S-Klasse oder 911er? In Hybrid- und Elektroautos würden zusätzliche Halbleiter für 600 Dollar verbaut. Da kann doch kaum die Power Electronics von Laderegler bis Fahrtenregler mit abgedeckt sein, oder?
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